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Trauernde tanzen um das GrabTrauer2

Trauer1Tote werden in Burkina Faso meist im oder am Haus beerdigt Je nach Familie, Sippe und ethnischer Gruppe gibt es in Burkina Faso verschiedene Rituale, mit dem Tod umzugehen. Es hängt zum Teil auch davon ab, wie jung der Verstorbene war.

Bei jungen Menschen ist es eine Tragödie, da sie noch von großem Nutzen für die Familie waren und noch länger hätten leben sollen. Auf Grund der großen Trauer gibt es für diesen Fall keine festgelegten Rituale. Menschen, die zum Todeszeitpunkt bereits ein betagtes Alter erreichten, hatten die Möglichkeit, ihr Wissen und ihr Erfahrungsschatz an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben. Die Beerdigung findet normalerweise drei Tage oder eine Woche nach dem Ableben statt. Während dieser Zeit kommen die Trauergäste von überall her, um Geschenke wie Getreide, Hühner, Schafe oder Ziegen vorbei zu bringen.

Bei vielen Stämmen ist üblich, dass auf dem Land der Leichnam im Haus oder am Haus beerdigt wird. Dazu wird das Grab entweder zylindrisch oder quadratisch ausgegraben. Der Tote wird Trauer4dann auf den Rücken oder auf die Seite gelegt. Menschen, die sich selbst das Leben genommen haben, dürfen nicht angefasst werden. Der Tote wird dann mit den Füßen zum Grab getreten. Dies soll Nachahmer abhalten. Die Gesetze der Naturreligion verbieten es, sich selbst das Leben zu nehmen. Diese Berechtigung hat nur Gott. Das Leben kommt von Gott, nur Gott darf das Leben wieder nehmen, auch das  eigene.

Neben der Beerdigung gibt es auch noch die Trauerfeier. Zum Zielpunkt der Trauerfeier kann der Tote schon ein paar Monate oder Jahre verstorben sein. Bei der Feier gibt es Hirsebier und reichlich Tö (Geireidebrei)zu essen, Man geht dann zu dem Grab des Verstorbenen – entweder auf den Friedhof oder den eigenen Hof- und tanzt gemeinsam um das Grab. Um den Menschen, die den Toten nur flüchtig oder nicht kannten, zu zeigen, wie dieser war, werden die Kleider des Verstorbenen getragen. Man imitiert seine Gesten, seine Haltung, seine Sprache und seine Gangart und das, was die Person meist gemacht hat.. Wenn er Bauer war nimmt man eine Hacke und imitiert ihn bei der Arbeit. Auf diese Weise können sich die Menschen ein Bild machen, wie er oder sie zu Lebzeiten als Mensch gewesen ist.

Stefanie Marhoffer und Manfred Weidner, FOCUS Viernheim

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